Mord an Taxi-Fahrer auf Koh Samui: Familie fleht um Schutz durch Justiz

Fünf weitere Haftbefehle nach tödlicher Attacke auf Taxifahrer (31): Hinterbliebene fliehen aus Angst vor der Mafia nach Bangkok und bitten das Justizministerium verzweifelt um Personenschutz. Werden sie nun endlich sicher sein?

Mord an Taxi-Fahrer auf Koh Samui: Familie fleht um Schutz durch Justiz
Nation

BO PHUT, KOH SAMUI, THAILAND – Ein 31‑jähriger Taxifahrer wurde am 24. Mai in Bo Phut tödlich angegriffen, die Polizei sieht acht Beteiligte und bereitet weitere Haftbefehle vor. Die Familie des Opfers floh aus Angst nach Bangkok und hat beim Justizministerium um Schutz gebeten, während Ermittler Beweise sichern und Zeugenschutz prüfen.

Tödlicher Angriff und Ermittlungsstand

Der Taxifahrer Sikharin wurde am 24. Mai in Bo Phut von einer Gruppe Männer angegriffen und später tot aufgefunden.

Die Polizei geht von acht Beteiligten aus; gegen drei Personen wurden bereits Haftbefehle ausgestellt, ein Verdächtiger sitzt in Gewahrsam, und fünf weitere Haftbefehle sollen beantragt werden.

Konflikt um Abholbereiche als Auslöser

Die Ermittler konzentrieren sich auf einen früheren Streit über Abholbereiche für Taxipassagiere als möglichen Auslöser des Angriffs.

Die Ehefrau des Opfers berichtete, ihr Mann habe Auseinandersetzungen mit Fahrern von Taxis mit schwarzen Kennzeichen gehabt, nachdem er Fahrgäste per Ride‑Hailing‑App abgeholt hatte.

Familie sucht staatlichen Schutz

Die Angehörigen reisten mit Unterstützung der Gruppe Saimai Survive nach Bangkok, um beim Rights and Liberties Protection Department des Justizministeriums Hilfe zu beantragen.

Elf Familienmitglieder verließen Surat Thani aus Angst vor Einschüchterungen; die Familie erhielt verdächtige Anrufe und sorgt sich besonders wegen eines Babys, das etwas mehr als einen Monat alt ist.

Video als Beweis und Zeugenangst

Die Familie übergab der Polizei Videoaufnahmen eines ausländischen Touristen, die den Vorfall dokumentieren sollen.

Zeugen in der Gegend hätten sich zurückhaltend gezeigt, offenbar aus Angst, weshalb Schutzmaßnahmen für Zeugen nun Teil der Ermittlungen sind.

Rechtliche Unterstützung und mögliche Entschädigung

Das Rights and Liberties Protection Department bot der Familie rechtlichen Rat an und prüft Schutzmaßnahmen für Opfer und Zeugen sowie Ansprüche auf Entschädigung nach dem entsprechenden Gesetz.

Der Leichnam des Opfers liegt weiterhin in einer Krankenhausleiche und die Familie konnte bisher keine normale Trauerfeier abhalten.

Polizei verspricht Durchgreifen und nächste Schritte

Polizeigeneralleutnant Trairong Phiwpan sagte, die Ermittler hätten bedeutende Fortschritte gemacht und legten großen Wert auf die Sicherheit von Opfern und Zeugen.

„Egal, wer die Täter sind, die Polizei wird direkt und entschlossen gegen jede Anklage vorgehen“, sagte er, und die Behörden planen, nach Abschluss der Beweisprüfung die beantragten weiteren Haftbefehle zu stellen.

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Quelle: Nation Thailand

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